Ratgeber · Kaufberatung

Welches Garagentor passt zu mir?

Bei Hörmann gibt es vier Garagentor-Bauarten: Sectional, Schwing, Roll und Seiten-Sectional. Welche Variante richtig ist, hängt vor allem von Platz, Wärmedämmung und Designwünschen ab. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, eine begründete Vorauswahl zu treffen.

Die vier Bauarten im Überblick

Bauart Platzbedarf vorne Deckenbedarf Wärmedämmung Preis-Range
Sectional 0 m ~ 25 cm Sturz + Decke Sehr gut (bis U 0,9) ★★★
Schwing 1 m Schwenkbereich Niedrig Mäßig
Roll 0 m ~ 25–35 cm Aufwicklungsraum Gut ★★★
Seiten-Sectional 0 m Keine Sehr gut ★★★★

1. Wann passt ein Sectionaltor?

Das Sectionaltor ist der All-rounder und in den meisten Fällen die richtige Wahl. Es öffnet senkrecht nach oben und legt sich anschließend platzsparend unter die Decke. Sie können bis dicht an das Tor heranfahren — auch in engen Auffahrten.

Wählen Sie Sectional, wenn:

  • Sie ein neues Tor in einer normalen Garage benötigen
  • Vor der Garage wenig Schwenkraum vorhanden ist (z. B. enge Auffahrt)
  • Sie Wert auf Wärmedämmung legen (beheizte Garage, Hobbyraum)
  • Designvielfalt wichtig ist (200+ Farben/Oberflächen)

2. Wann passt ein Schwingtor?

Das Hörmann Berry N 80 Schwingtor ist die klassische und besonders preisgünstige Lösung. Es eignet sich vor allem für unbeheizte Garagen mit ausreichendem Schwenkbereich vor dem Tor.

Wählen Sie Schwing, wenn:

  • Vor der Garage mindestens 1 m freier Schwenkbereich vorhanden ist
  • Wärmedämmung keine Rolle spielt
  • Das Tor selten benutzt wird (z. B. Wochenend-Garage)
  • Sie das günstigste Hörmann-Tor möchten

3. Wann passt ein Rolltor?

Das RollMatic Rolltor ist die Lösung, wenn Deckenraum knapp ist oder die volle Garagenhöhe genutzt werden soll.

Wählen Sie Roll, wenn:

  • Der Bereich oberhalb der Tor-Öffnung weniger als 30 cm beträgt
  • Sie die volle Garagenhöhe nutzen wollen (z. B. SUV mit Dachgepäck)
  • Die Garage Dachschrägen hat, die ein Sectionaltor blockieren würden
  • Sie eine sehr kompakte Bauweise bevorzugen

4. Wann passt ein Seiten-Sectionaltor?

Das HST seitlich öffnende Sectionaltor ist die elegante Variante, wenn Sie die Decke komplett frei behalten oder eine integrierte Schlupftür ohne Stolperschwelle haben möchten.

Wählen Sie Seiten-Sectional, wenn:

  • Die Garage gleichzeitig Werkstatt / Hobbyraum ist
  • Sie Stauraum an der Decke benötigen
  • Eine Schlupftür ohne Stolperschwelle wichtig ist
  • Sie die Teilöffnung (z. B. nur 1 m) regelmäßig nutzen wollen
  • Sie auch optisch ein „besonderes“ Tor wollen

Designs und Farben

Bei Hörmann gibt es über 200 Kombinationen aus Farben, Sicken und Oberflächen. Beliebt sind:

  • RAL 9016 Verkehrsweiß — Standard, neutral, hell
  • RAL 7016 Anthrazit — modern, passt zu vielen Fassaden
  • Decograin Night Oak — dunkles Holzdekor, sehr beliebt
  • Decograin Golden Oak — helles Eiche-Dekor
  • RAL 8022 Schwarzbraun — passt zu klassischen Häusern

Antrieb — welcher passt?

Für 95 % der Privatkunden ist der Hörmann ProMatic 4 ausreichend. Wer Wert auf hohe Geschwindigkeit (22 cm/s statt 14 cm/s) und Smart-Home-Anbindung legt, wählt den SupraMatic E 4. Bei sehr großen Toren ggf. SupraMatic P 4 mit 1.000 N Zugkraft.

Bevor Sie kaufen

Lassen Sie unbedingt ein Aufmaß vor Ort machen. Maße aus Bauplänen stimmen häufig nicht mit der gebauten Realität überein. Wir kommen in Gladbeck und Umgebung kostenlos und unverbindlich vorbei — gerne mit Materialmustern und Farbfächern.

Häufige Fragen

Welches ist das meistverkaufte Garagentor?
Das Sectionaltor (LPU 42, LPU 67 Thermo, RenoMatic) — über 70 % aller Neuinstallationen in Deutschland sind heute Sectionaltore.
Lohnt sich ein wärmegedämmtes Tor in einer unbeheizten Garage?
In den meisten Fällen ja — Wärmedämmung reduziert Kondenswasser und schützt vor Reif und Korrosion. Außerdem läuft der Antrieb leiser. Bei reinen Carports mit Wettereinfluss reicht meist ein einfacheres Tor.

Lassen Sie sich beraten

Ein 15-minütiger Anruf reicht oft, um die Bauart einzugrenzen — danach folgt das kostenlose Aufmaß bei Ihnen vor Ort.