Ratgeber · Wartung

Garagentor-Wartung — die jährliche Checkliste

Ein Hörmann Garagentor läuft bei richtiger Pflege locker 20–30 Jahre. Mit einer regelmäßigen Sichtkontrolle und einer Fachwartung im Zwei-Jahres-Rhythmus sparen Sie Reparaturkosten und vermeiden plötzliche Ausfälle.

Was Sie selbst prüfen können (4× pro Jahr)

  1. Sicht- und Hörprüfung: Bewegt sich das Tor ruhig und gleichmäßig? Hören Sie Knirschen, Quietschen oder ungleichmäßiges Laufen — das deutet auf Lager oder Laufrollen hin.
  2. Sauberkeit: Bodenschiene und Seitenführungen mit Besen oder Druckluft von Schmutz befreien. Streusalz, Sand und Laub erhöhen den Verschleiß.
  3. Dichtungen: Boden-, Seiten- und Sturzdichtungen auf Beschädigungen prüfen — Risse lassen Zugluft und Feuchtigkeit ein.
  4. Notentriegelung testen: Bei Stromausfall müssen Sie das Tor manuell öffnen können. Mindestens 1× pro Jahr testen — den Bowdenzug ziehen, Tor von Hand bewegen, wieder einkuppeln.
  5. Sicherheitseinrichtungen: Lichtschranke abwischen und Funktion prüfen (Hand zwischen die Sensoren halten — das Tor muss reversieren).
  6. Handsender: Reichweite und Batterien checken. Bei nachlassender Reichweite oft nur eine neue Batterie nötig.

Was der Fachmann macht (alle 2 Jahre)

  1. Federpaket-Inspektion: Federvorspannung messen, auf Risse und Materialermüdung prüfen. Federn sind das mit Abstand häufigste Verschleißteil.
  2. Seile prüfen: Aufrollkonus, Drahtseile und Klemmen — Risse oder Korrosion können zum Seilbruch führen.
  3. Schmierung: Schmiermittel mit Hörmann-Freigabe an Laufrollen, Gelenken, Schienen. Falsches Schmiermittel kann Dichtungen angreifen oder Lager verkleben.
  4. Antriebs-Diagnose: Mit Hörmann Service-Diagnose-Tool auslesen — Kraftbegrenzung, Zykluszahl, Fehler-Speicher.
  5. Schraub- und Lagerverbindungen: Mit Drehmomentschlüssel auf Festsitz prüfen.
  6. Sicherheits-Check: Kraftbegrenzung mit Messgerät prüfen (max. 150 N), Lichtschranke nachjustieren, Notentriegelung kontrollieren.
  7. Prüfprotokoll: Sie bekommen eine Dokumentation mit allen Werten und Empfehlungen.

Warnsignale — wann sofort einen Fachbetrieb rufen?

  • Tor läuft schief oder klemmt seitlich → vermutlich Laufrolle oder Schiene
  • Antrieb stoppt mitten in der Bewegung → Kraftbegrenzung greift, Ursache klären
  • Lautes Knacken oder Pfeifen → Federspannung verändert
  • Tor fällt von alleine nach unten → Seilbruch oder gerissene Feder — Lebensgefahr! Nicht mehr betätigen.
  • Antrieb reagiert nicht auf Handsender → Funkstörung oder Empfangsmodul defekt
  • Tor schließt nicht komplett → Bodendichtung, Endschalter oder Lichtschranke prüfen

Wartungsvertrag — lohnt sich das?

Ein Wartungsvertrag macht in diesen Fällen Sinn:

  • Sie haben ein neueres Hörmann-Tor und möchten die Werksgarantie nicht riskieren
  • Das Tor ist täglich in Gebrauch (Familie mit zwei Autos)
  • Bei gewerblichen Anwendungen (UVV-Pflicht!)
  • Bei Industriebetrieben mit Folgeschäden bei Ausfall (Logistik, Produktion)

Für gelegentlich genutzte Garagen reicht oft eine Anlassinspektion alle 3–4 Jahre.

Sicherheits-Hinweise zur Selbstwartung

  • Federwellen nie ohne Spezialwerkzeug bearbeiten — Lebensgefahr durch hohe Spannung
  • Antrieb immer stromlos schalten, bevor Sie Hand anlegen
  • Bei Unsicherheit lieber Foto schicken und uns fragen — wir antworten schnell

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich mein Garagentor warten lassen?
Ein Privattor mindestens alle 2 Jahre, gewerbliche Anlagen (Industrietore, Schnelllauftore) mindestens 1× jährlich (UVV-Pflicht).
Was darf ich selbst tun, was nicht?
Bewegliche Teile reinigen, Laufrollen ölen, Lichtschranke abwischen, Funktion testen — kein Problem. Federn, Seilzüge und Antriebsmechanik dagegen sind unter Hochspannung und gefährlich. Diese Arbeiten gehören in Fachhände.

Wartungstermin anfragen

Wir bieten Wartung für alle Hörmann-Tore in Gladbeck und Umgebung — auch mit Dauer-Wartungsvertrag und Notdienst-Vorrang.